STICHWORTVERZEICHNIS: 0-9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Steinhöfel

Steinhöfel
Steinhöfel

Das Dorf Steinhöfel, erste urkundliche Erwähnung 1401, ist Verwaltungssitz der Gemeinde gleichen Namens. Seinen Glanz verdankt der Ort im wesentlichen dem Obermarschall Valentin v. Massow, dem Schöpfer des weithin bekannten Steinhöfeler Schlossparks, der mit über 45 ha der größte Landschaftspark der Mark Brandenburg ist. An seiner Gestaltung und dem Umbau des ehemaligen Gutshauses zum Schloss wirkten so bekannte Persönlichkeiten wie David und Friedrich Gilly sowie Johann August Eyserbeck, der Sohn des Wörlitzer Parkarchitekten, mit. Als Intendant der königlichen Schlösser und Gärten hatte Valentin v. Massow hervorragende Beziehungen zu Berlin und Potsdam. Der spätere König Friedrich Wilhelm III und seine Gemahlin Luise weilten 1794 in Steinhöfel und fanden hier Anregungen für ihr eigenes Gut Paretz. Im Ortswappen findet man unter dem Wappentier derer v. Wulffen, denen das Gut bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte, auch das Massow’sche Wappen. Nach 1945 versanken Schloss und Park in einen Dornröschenschlaf.

Die Gemeinde widerstand nach der politischen Wende von 1989 dem intensiven Werben einer Investorin und veräußerte das Schlossgrundstück stattdessen an die Brandenburgische Schlösser GmbH. Das Schloss wurde grundlegend saniert und zu einem Hotel mit Restaurantbetrieb umgebaut. Die weiträumige Parkanlage erhielt ihren alten Glanz mit den zahlreichen Brücken, Wasserläufen und Denkmälern sowie den beiden Parkbauten zurück. Gäste aus aller Welt erfreuen sich an der wiedergewonnenen Schönheit, bestaunen die Pferdedenkmäler und flanieren auf den ursprünglich wieder hergestellten Wegen. Für zahlreiche Hochzeitspaare wurde das Schloss der ideale Ort, um sich dort das Ja-Wort zu geben. 
 

In der benachbarten ehemaligen Schlossgärtnerei hat der Verein LandKunstLeben Steinhöfel e. V. ein Domizil gefunden, veranstaltet von dort aus Kunstaktionen und Events mit internationalen Akteuren.

Die Jugend des Ortes zieht es in den Fußballverein VfB, der im Fußballkreis Spree ein gewichtiges Wörtchen mitredet. Entlang des Bahndammes der ehemaligen Oderbruchbahn wird Steinhöfel demnächst auch von den Bahnhöfen Fürstenwalde und Müncheberg per Fahrrad gut zu erreichen sein.

W. Funke
Bürgermeister


Veranstaltungen


02.12.​2017
14:00 Uhr